Mit erst 17 Jahren ist die französisch-amerikanische Künstlerin Monroe die jüngste Teilnehmerin beim heurigen Song Contest.
Pop-Oper soll den ESC nach Frankreich bringen
Mit erst 17 Jahren ist die französisch-amerikanische Künstlerin Monroe die jüngste Teilnehmerin beim heurigen Song Contest.
Frankreich brennt dafür, den Song Contest im nächsten Jahr auszutragen, wie Alexandra Redde-Amiel, die Unterhaltungschefin von France Télévisions der Kleinen Zeitung bestätigt: „Unser letzter Sieg ist ja schon 49 Jahre her“, sagt sie und blickt stolz auf die 17-jährige Monroe, die sie bei der Casting-Show „Prodiges“ entdeckt hat, wo Klassik-Talente gegeneinander antraten. Dort sorgte sie im Finale mit „Der Hölle Rache“ aus der „Zauberflöte“ für Staunen. Daher wurde für Monroe auch ein Lied mit Opern- und Pop-Elementen geschrieben.
Die enorme gesangliche Leistung überzeugt sofort, ESC-Beobachter fragen sich nur, ob Opern-Pop nach dem Triumph von JJ in Basel nicht „ausgelutscht“ ist. Die französisch-amerikanische Sängerin, geboren in Salt Lake City und eine Pendlerin zwischen Utah und Paris, denkt über den JJ-Effekt nicht nach. „Schon als Siebenjährige liebte ich ,Aida‘. Pop, Musical und klassische Musik begleiten mich seit der Kindheit, ich könnte mit keinem anderen Genre-Mix in diesen Bewerb gehen“, erklärt Monroe. Mit dem ESC-Virus wurde sie von den Eltern infiziert: „Als sie mir den Sieg von Céline Dion vorgespielt haben“, verrät sie mit funkenden Augen. Was sagen aber die Buchmacher? Sie prognostizieren Platz vier, wobei ja erst morgen im zweiten Halbfinale Monroes Inszenierung zum ersten Mal zu sehen ist. Außer Konkurrenz, denn Frankreich ist Fixstarter im Finale.
Christian Ude