Washington

USA klagen Ratiopharm-Mutter Teva wegen Bestechung

Teva mit Sitz in Israel. Reuters

Teva mit Sitz in Israel. Reuters

Klage gegen Teva wegen angeblicher Bestechungszahlungen. Der Konzern wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Die USA bringen den israelischen Pharmakonzern Teva wegen angeblicher Bestechungszahlungen, sogenannten Kickbacks, vor Gericht. Die Firma habe zwischen 2006 und 2015 zwei scheinbar unabhängigen Stiftungen mehr als 300 Millionen Dollar (253 Millionen Euro) gezahlt, damit diese die Selbstbeteiligungen von Multiple-Sklerose-Patienten zahlten, hieß es in der bei einem Gericht in Boston eingereichten Klage.

Teva habe den Preis für sein Multiple-Sklerose-Medikament Copaxone mehr als vervierfacht, doch die Patienten wurden von dem Preisanstieg dank der Zahlungen der Stiftungen verschont. Sie nahmen das Teva-Medikament weiter, während die staatliche Krankenversicherung Medicare hunderte Millionen Dollar zusätzlich zahlte, hieß es in der Klage.

Der angeklagte Pharmakonzern erklärte, man werde sich entschieden gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen. Copaxone ist eine der wichtigsten Arzneien von Teva. Allein im ersten Halbjahr erlöste der israelische Konzern in Nordamerika 435 Millionen Dollar mit dem Medikament.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.