Steuertipp Markus Herburger, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Mediator, Feldkirch

Besser fördern mit Verlustrücktrag

Endlich ist beim Finanzminister das Vehikel „Verlustrücktrag“ angekommen. Die Fördermaßnahmen in Höhe von insgesamt über 50 Milliarden Euro (!) sollen nur „überlebensfähigen“ Unternehmen zugute kommen. Der bürokratische Aufwand in diesem Zusammenhang und die Risiken für Unternehmer, Banken und Steuerberater ist allerdings immens.

Ein viel treffenderes und einfacheres Vehikel ist das Instrument des Verlustrücktrages. Zahlreiche Länder kennen das. Im Wesentlichen geht es darum, dass Gewinne vergangener Jahre mit Verlusten des laufenden Jahres kompensiert werden können. Wenn ein Unternehmen heuer Corona-bedingt einen Verlust von zwei Millionen Euro hat und im Jahre 2019 einen Gewinn von zwei Millionen Euro, dann wird das Ergebnis auf null gedrückt und die bezahlten Steuern werden rückerstattet.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Durch die rückbezahlten Steuern wird den Unternehmen Liquidität zugeführt, eine Prüfung der Überlebensfähigkeit erübrigt sich, da nur Betriebe mit früheren Gewinnen profitieren. Außerdem hätte dies in vielen Fällen auch positive Auswirkungen auf eine insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose, da die Steuerrückerstattungen als Forderungen fix eingeplant werden können.

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