Bregenz

Uneinigkeit über dieStadtentwicklung

Die Opposition ist mit dem derzeitigen Stadtentwicklungskonzept nicht zufrieden. NEUE

Die Opposition ist mit dem derzeitigen Stadtentwicklungskonzept nicht zufrieden.

 NEUE

Die Bregenzer Opposition fordert ein gesamtheitliches Entwicklungskonzept. „Gibt es schon“, kontert die Regierung.

Die Spitzenkandidaten Michael Ritsch (Team Bregenz), Philipp Kuner (FPÖ) und Alexander Moosbrugger (Neos plus) haben sich erneut für ein gesamtheitliches Stadtentwicklungskonzept ausgesprochen. Derzeit gebe es keine größere Planungsperspektive, stattdessen aber einen „Fleckerlteppich von populistischen Maßnahmen“ vor jeder Wahl.

Aus diesem Grund möchte das Trio einen Antrag in die Stadtvertretung einbringen, der sich eben mit diesem Thema beschäftigt. In dem Antrag fordern die Oppositionellen eine „Erstellung eines gesamtheitlichen Stadtentwicklungskonzepts für das gesamte Stadtgebiet Bregenz durch renommierte Architekten und Städteplaner auf Grundlage klar formulierter Zielsetzungen.“ Das Konzept soll dann bis spätestens Herbst 2021 vorliegen. Die schwarz-grüne Stadtregierung reagiert mit Unverständnis, da es bereits ein Stadtentwicklungskonzept gibt. Der Bregenzer Architekt Much Untertrifaller erstellte ein über 200 Seiten umfassendes Konzept, welches allen Stadtvertretern erst im Februar dieses Jahres vorgestellt wurde. „Das wissen die Herren auch, aber im Wahlkampf scheinen sie das vergessen zu haben“, erklärte Bürgermeister Markus Linhart. Auch Vizebürgermeisterin Sandra Schoch betont, dass es sich dabei um ein umfassendes Papier mit Sozialraumanalyse, Verdichtungsstudie sowie Bebauungs- und Quartierentwicklungsplänen handle.

„Ohne Weitsicht.“ Neos-Stadtvertreter Moosbrugger entgegnet, ihm fehle ein gesamtheitliches Konzept. Das vorgelegte sei ohne Weitsicht, was unter anderem auch die Planung des Bahnhofes als Einzelprojekt zeige. „Was ist mit der Seestadt und dem Seequartier? Ich kann doch keine Stadtentwicklung planen ohne diese große Fläche miteinzubeziehen“, schimpft der pinke Politiker.

Ein weiterer Punkt des Antrags beinhaltet die Erneuerung der Machbarkeitsstudie zur Unterflurlösung in der Bahnfrage. Außerdem fordert die Opposition, die Integration der Bahnmobilitätserfordernisse der Zukunft und der Ergebnisse des neuen Stadtentwicklungskonzepts in die Planung eines neuen Bregenzer Bahnhofs einfließen zu lassen. Diese Punkte dürften aufgrund der Absage aus dem Ministerium für einen Bahnausbau im Raum Bregenz (siehe links) aber obsolet sein.

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