Mobilität

Rückgang bei Dienstreisen

„Der Autoverkauf ist stark zurück gegangen“, stellt Michael Tagwerker, Spartengeschäftsführer Handel, Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, fest. Der Linienverkehr via Bus und Bahn sei mit Einschränkungen weitergelaufen. „Völlig eingebrochen ist der Reisebus-Bereich. Bei den Taxis hat es auch große Einbußen gegeben. Auch die Schifffahrt und Seilbahnen sind lange Zeit gestanden“, so Tagwerker. Es sei schwierig, Prognosen zu machen. Was sich aber abzeichnet, sei ein deutlicher Rückgang bei den Dienstreisen. „Das höre ich unisono von vielen Firmen.“

Die private Mobilität ist in Vorarlberg laut Tagwerker generell sehr hoch. „Ich glaube, dass das auch wieder zurückkommt. Der motorisierte Individualverkehr ist beinahe auf dem alten Level.“ Das Vielfliegen wird seiner Einschätzung nach aber weniger werden. „Da wird sich viel ins Digitale verlagern.“ Er hofft, dass auch E-Bikes mehr werden. „Das sollte man im Auge behalten, da der motorisierte Individualverkehr insgesamt kritisch zu sehen ist.“

„Wir sehen derzeit Änderungen im Mobilitätsverhalten. Aber hauptsächlich im Freizeitverhalten. Da wird zum Beispiel mehr Rad gefahren“, sagt Bernhard Wiesinger, Sprecher des ÖAMTC. Zudem würden derzeit noch wenig öffentliche Verkehrsmittel genutzt, dafür aber mehr zu Fuß gegangen. Man wisse aber nicht, wie nachhaltig das Ganze ist.

„Die Airlines sind sehr unter Druck. Man wird sehen, wie viele Fluglinien überleben.“ Dass Kurzstrecken früher oder später von der Bahn übernommen werden, ist laut Wiesinger fraglich.

Georg Widerin

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.