Königlicher Massenmörder

Wenn jetzt die Denkmäler von Leopold II., König der Belgier von 1865 bis 1909, beschmiert und gestürzt werden, taucht damit das aus der Vergangenheit auf, was unter „Kongogräuel“ in die Geschichte einging. Die Versklavung, Peinigung und Ermordung von Millionen Menschen in der Kolonie Kongo, für die der nach Geld gierende König Leopold verantwortlich war.

Der König gehörte dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha an, wie auch die englische Königin Victoria und ihr Prinzgemahl Albert. Der Belgier Leopold eiferte nach Kolonien und es gelang ihm, das Kongogebiet mit Zustimmung der europäischen Mächte sich anzueignen. Als Privateigentum. Unterstützt von einer Privatarmee beutete der König das Land und dessen Bevölkerung rücksichtslos aus. Kautschuk und Elfenbein füllten Leopolds Kasse. Bei kleinsten Vergehen wurden den geschundenen Versklavten die Hände abgehackt, es wurde massenweise massakriert. Bis zu zehn Millionen Menschen starben unter dieser Herrschaft, manche Wissenschaftler sprechen von 15 Millionen. Angesichts der Entsetzlichkeiten kaufte der Staat Belgien 1908 seinem König den Freistaat Kongo ab und wurde damit selbst zu einer Kolonialmacht. C. W.

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