Austria Lustenau

Eine Austria ist aufstiegsreif …

Markus Rusek feierte seinen Doppelpack mit einem Doppelsalto (r.). Austria-Coach Roman Mählich mit versteinerter Miene.Gepa/Lerch

Markus Rusek feierte seinen Doppelpack mit einem Doppelsalto (r.). Austria-Coach Roman Mählich mit versteinerter Miene.
Gepa/Lerch

… und es ist nicht die grün-weiße. Die Lustenauer verlieren gegen Klagenfurt mit 0:2 und schlittern in eine Ergebniskrise.

Von Johannes Emerich

johannes.emerich@neue.at

Es ist eine Mischung aus Plan- und Lustlosigkeit, welche die Lustenauer Austria der vergangenen Wochen kennzeichnet. Beim gestrigen Duell mit Austria Klagenfurt kam noch ein hochmotivierter Gegner hinzu, der nun mit zwei Punkten Rückstand auf den strauchelnden Tabellenführer SV Ried wieder voll im Aufstiegsrennen ist.

Doch zurück zu den Grün-Weißen. Die Lustenauer, die vor der Saison deutlich höher gehandelt wurden als ihr Namensvetter aus Kärnten, haben nun bereits sechs Liga­spiele in Folge nicht gewonnen. Dabei ist die personelle Situation derzeit keineswegs prekär, Trainer Roman Mählich fehlten gestern nur die verletzten Chris­toph Freitag und Christian Schilling sowie der gesperrte Darijo Grujcic und Alexander Ranacher.

Doppelpack von Rusek. Gegen Klagenfurt hatten sich die Hausherren viel vorgenommen, nach gut fünf Minuten waren alle Vorsätze vergessen. Nach der ersten Ecke der Partie köpfte Markus Rusek aus kurzer Distanz platziert zur Führung der Gäste ein. Der Jubel auf der Haupttribüne – zumindest in jenem Sektor, in dem die Klagenfurter Ersatzspieler saßen – war groß (6.).

Die Unterlegenheit der Mählich-Elf bei Standardsituationen zog sich durch die gesamte Partie und sollte noch häufiger für Gefahr im grün-weißen Strafraum sorgen.

Im Aufbauspiel fehlten den Lustenauern erneut die Ideen und die Anspielstationen in der Zentrale. Der Ex-Klagenfurter Daniel Steinwender spielte auf dem ungewohnten linken Flügel und zog immer wieder in die Mitte, wodurch dem Austria-Spiel die Breite fehlte. Toptorjäger Ronivaldo nahmen die Kärntner erfolgreich mit einem sehr physischen Auftreten aus dem Spiel. Die Lustenauer hatten während der gesamten 90 Minuten nur eine Möglichkeit, kurz vor der Pause schoss Andy Reyes aus 20 Metern übers Tor. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Gäste bereits mit 2:0 führen können, Benjamin Hadzic scheiterte aus kurzer Distanz an der Latte, auch weil Domenik Schierl seine Fäuste hochreißen konnte.

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff gelang den Gästen aber doch noch das zweite Tor. Wieder war es Rusek, der nach einer Ecke dieses Mal mit dem Fuß ins Lustenauer Tor traf (45+2.).

Konsterniert. In der zweiten Hälfte spielten nur noch die Gäs­te und scheiterten immer wieder an Torhüter Schierl, dem mit Abstand besten Lustenauer.

„Uns hat das Durchsetzungsvermögen und das Abwehrverhalten bei den Standards gefehlt. Die Klagenfurter sind routinierter, man hat einen Unterschied gesehen“, sagte Heimtrainer Roman Mählich nach der Partie. Während der 90 Minuten hatte der Trainer wenig Emotionen gezeigt und weitgehend auf Kommandos verzichtet. Auf die Lustenauer, die seit gestern auch rechnerisch nicht mehr in die Bundesliga aufsteigen können, wartet am Dienstag das Auswärtsspiel bei BW Linz. Dann braucht es eine deutliche Steigerung.

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