Deutschland

Hütters Jubiläum gerät zur Nebensache

Adi Hütter bestreitet heute sein 100. Spiel als Trainer von Eintracht Frankfurt. Gepa

Adi Hütter bestreitet heute sein 100. Spiel als Trainer von Eintracht Frankfurt.

 Gepa

Bayern München und Frankfurt kämpfen um den Einzug ins Cup-Finale. Adi Hütter feiert seinen Hunderter.

Ein Auswärtsspiel beim FC Bayern München im Halbfinale des DFB-Pokals: Tatsächlich gibt es angenehmere Möglichkeiten, um ein Jubiläum zu feiern. Adi Hütter steht vor seinem 100. Pflichtspiel auf der Betreuerbank von Eintracht Frankfurt.

Der 50-Jährige benötigte hierfür nur 710 Tage, so wenige wie keiner seiner Vorgänger. Hütter bescherte den Eintracht-Fans mit seinen Mannen vergangene Saison magische Europa-League-Nächte, wo man nach Siegen über Inter Mailand und Benfica Lissabon erst an Chelsea im Kampf um den Finaleinzug scheiterte.

Die vergangenen Erfolge verblassen aber angesichts einer durchwachsenen Saison 19/20. In der Europa League steht man nach dem 0:3 gegen Basel vor dem Achtelfinal-Aus. In der Bundesliga liegt die Mannschaft der Österreich-Legionäre Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker nur auf Rang elf, blamierte sich am Samstag im prestigeträchtigen Derby gegen Mainz zu Hause mit 0:2.

Bleibt nur noch der DFB-Pokal, um die Saison mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. „Ich finde, dass schon Zauber übrig und die Mannschaft intakt ist“, strahlt der Trainer, der noch den Vertrag bis Sommer 2021 besitzt, vor dem Kracher beim FC Bayern Selbstvertrauen aus.

Pokal-Spezialist. Mut machen Hütter zwei Aspekte. Zum einen die vergangenen Spiele gegen die Münchner. „Wir haben in zwei Partien sieben Treffer erzielt.“ Das 5:1 am 2. November beendete die Karriere von Niko Kovac als Bayern-Trainer. Beim 2:5 vor drei Wochen glänzte Hinteregger mit einem Doppelpack nach Eckbällen. „Standardsituationen könnten auch diesmal wieder ein Rezept sein.“

Zum anderen ist es die Frankfurter DFB-Cup-Bilanz. Drei Mal in den vergangenen vier Jahren standen die Adler zumindest im Halbfinale, stemmten 2018 gar den Pokal in die Höhe. „Am Montag hab’ ich mir diese Partie nochmals im Fernsehen angesehen“, erzählt Hütter. „Diese positiven Emotionen möchten wir heute in unser Spiel übertragen.“

Und die Bayern? Gehen als glasklarer Favorit in das Halbfinalspiel. Unter Kovac-Nachfolger Hansi Flick läuft das Münchner Werkl: 20 Spiele, 19 Siege, ein Remis (0:0 gegen Leipzig). Der Lohn: Flicks Vertrag wurde vorzeitig bis 2023 verlängert.

Albin Tilli

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