Für die einen ist es die Perfektion mit fast schon Millimeter genauen Buchskugeln, formal korrekt platzierten Blütenpflanzen und erstklassig gepflegtem Rasen, die das Gärtnerherz höher schlagen lässt. Für den anderen ist es das kreative Chaos mit vielen raffinierten wie liebevoll verspielten Details und so mancher recht außertourlichen Lösung, die das grüne Kleinod zum individuellen Paradies macht. Diese – immer stärker aufkeimende Kategorie – wurde beim diesjährigen Flora Blumen- und Gartenbewerb zum zweiten Mal in die Wertung aufgenommen. Wie groß die Anhängerschaft inzwischen ist, zeigt die stattliche Anzahl von 15 Gärten, die sich in diesem Jahr qualifizierten. Ein ganz besonderes Highlight ist das Kräuterlabyrinth von Eva M. Hirschauer, das mit einem Durchmesser von zwölf Metern, sieben Umgängen und 150 Laufmetern sehr groß ist. Eisenbahnanlage selbst gebaut Jeder ist herzlichst eingeladen, das Labyrinth zu begehen – jedoch mit der Bitte, achtsam damit umzugehen. Auf eine ganz andere Art beeindruckend ist die grüne Oase von Hildegard und Jürgen Zimmermann. Eine selbst gebaute Eisenbahnanlage düst übers ganze Grundstück. Nun wird gemeinsam mit den Enkeln noch eine Ritterburg mit Burggraben im Maßstab 1:10 errichtet. Bei den Gastgärten sind es die Wirtinnen, die, wenn es ums Wohlfühlen geht die Nase vorne haben. Kräuter, Blumen und auch gackerndes Vogelvieh machen die Gastgärten sympathisch und einladend. Und nicht nur die Hobbygärtner selbst, sondern auch die vierbeinigen Mitbewohner finden am grünen Daumen großen Gefallen. So genießt beispielsweise Charlotte Pfanner ihren üppigen Dachgarten gemeinsam mit ihren tierischen Gefährten. Der Höhepunkt des Abends, der mit Spannung erwartet wurde, war jedoch die Verkündung der schönsten Gemeinde. Auch in diesem Jahr bleibt der Titel im Montafon. Auf Gaschurn folgt die Gemeinde Silbertal. Sie war bisher ein Insider-Tipp, wenn es um ein schönes Ortsbild geht.

Edi Lex ist Gründungsmitglied des Flora Blumen- und Gartenbewerbes.

Als Kind träumte Edi Lex davon, ein großer Zirkusclown zu sein. Doch er fand seine Berufung in der Landwirtschaftskammer, wo er als Leiter der Abteilung Obst- und Gartenbau tätig war. Von ihm stammte im Jahre 1979 auch die Idee, einen Blumenschmuck-Bewerb in Vorarlberg zu veranstalten. Wind von der

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