„Man muss deutliche rote Linien ziehen“

Interview. Das Land braucht mehr „Wir“-Gefühl, fordert Judith Kohlenberger. Die Kulturwissenschaftlerin im Gespräch über unproduktive Coronademos, Migranten als Betroffene und gesellschaftliche Gräben, die bleiben werden. Von Christina Traar

Im ersten Lockdown vor einem Jahr wurde stark an das Wir appelliert, wir gemeinsam zum Schutz der Alten. Diese Erzählung wirkt kaum mehr. Wie ist uns das Wir abhandengekommen?

Judith Kohlenberger: Ich teile diesen Befund. Im Herbst sind wir in die Mühen der Ebene der Pandemiebekämpfung gekommen. Das

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